Festgeldkonto

Festgeld KontoEs gibt vier verschiedene Bankprodukte, die als sehr sicher eingestuft werden können, weil sie unter die gesetzliche Einlagensicherung fallen. Neben dem Tagesgeld, den Spareinlagen und den Sichteinlagen zählt auch das Festgeld zu diesen sehr sicheren Geldanlagen. Aus diesem Grunde wird das Festgeld, welches neben dem relativ unbekannten Kündigungsgeld die zweite Art der Termineinlage ist, auch von sehr vielen Anlegern genutzt. Vor allem die sicherheitsorientierten Kunden entscheiden sich für eine Festgeldanlage. Die hohe Sicherheit ist auch eines der Hauptmerkmale des Festgeldkontos. Diese hohe Sicherheit besteht aus zwei Komponenten. Zunächst einmal gibt es beim Festgeldkonto keines der drei Risiken, die ansonsten in Teilen bei sehr vielen Anlageprodukten vorhanden sind. Das Festgeld besitzt kein Zinsrisiko, kein Kursrisiko und kein Währungsrisiko, wenn man die Anlage in Euro wählt. Lediglich ein Emittentenrisiko ist wie bei den meisten anderen Anlageprodukten auch vorhanden. Dieses Risiko wird allerdings durch die gesetzliche und die private Einlagensicherung vieler Banken auf ein Minimum reduziert. Insofern zählt das Festgeld eindeutig zu den sichersten Geldanlagen überhaupt.

Die Zinsstruktur beim Festgeld


Aufgrund der hohen Sicherheit sind die Zinsen beim Festgeld natürlich nicht mit einer möglichen Rendite beim Investment in Fonds oder Aktien zu vergleichen, denn hohe Sicherheit und hohe Renditen stehen sich im Grunde ohne Ausnahme unvereinbar gegenüber. Wie hoch die Zinsen sind, die man als Anleger auf dem Festgeldkonto gutgeschrieben bekommt, richtet sich bei den meisten Banken nach zwei Faktoren. Der erste Faktor ist die gewählte Festlegedauer (Laufzeit) und der zweite Faktor ist die Anlagesumme. Man kann als Anleger in diesem Zusammenhang davon ausgehen, dass der Zinssatz mit steigender Laufzeit und mit steigender Anlagesumme höher wird. Die meisten Banken arbeiten mit so genannten Zinsstaffeln, die eine Erhöhung des Zinssatzes ab dem Erreichen einer bestimmten Laufzeit oder einer bestimmten Anlagesumme beinhalten. So erhält man zum Beispiel für eine Anlagesumme von 10.000 Euro und einer Anlagedauer von drei Monaten beispielsweise einen Zinssatz von 1,50 Prozent, während man bei einer Summe von 50.000 Euro und einer Laufzeit von zwei Jahren beispielsweise bei der gleichen Bank 2,50 Prozent bekommen würde. Die Banken unterschieden sich natürlich auch noch hinsichtlich der Zinskonditionen voneinander.

Die Laufzeit und Anlagedauer beim Festgeld

Ein gravierender Unterschied zwischen dem Tagesgeldkonto und dem Festgeldkonto als relativ ähnliche Bankprodukte besteht darin, dass das Kapital auf dem Festgeldkonto für einen bestimmten Zeitraum nicht verfügbar ist. Nur in Ausnahmefällen gestattet die kontoführende Bank eine Verfügung vor der Fälligkeit der Anlage, dann jedoch unter Berechnung von Vorschusszinsen. Bezüglich der Laufzeiten kann der Anleger bei den meisten Banken zwischen einem, drei, sechs oder neun Monaten wählen, und darüber hinaus das Kapital auch für ein bis sechs Jahre als Festgeld anlegen. Bei Laufzeiten über einem Jahr sollte man jedoch beachten, dass eine Verfügung vor Ablauf der Anlagedauer eben meistens nicht möglich ist.

Die weiteren Konditionen des Festgeldkontos

Neben den bereits angesprochenen Konditionen Sicherheit, Zinsen (Rendite), Laufzeit und Verfügbarkeit, gibt es im Zusammenhang mit dem Festgeldkonto noch einige weitere Konditionen, welche typisch für diese Art der Geldanlage sind. So gibt es bei nahezu allen Banken eine Mindesteinlage, die zur Nutzung des Festgeldkontos vorhanden sein muss. Meistens beträgt diese geforderte Mindesteinlage 3.000 oder alternativ 5.000 Euro. Wenige Banken begrenzen die mögliche Anlagesumme auf dem Festgeldkonto auch in Form einer Maximalanlagesumme, allerdings stellt dieses eher die Ausnahme dar. Zu den Konditionen rund um das Festgeldkonto gehört natürlich auch, dass keinerlei Gebühren für den Anleger anfallen. Weder die Eröffnung des Kontos, noch die Nutzung oder die Auflösung sind mit Kosten verbunden. Aufgrund der Tatsache, dass man ein Festgeldkonto heute oftmals online eröffnen kann und auch ausländische Banken am Markt tätig sind, kann der Anleger das Festgeld auch in einer fremden Währung als Anlage nutzen, Zu beachten ist dann jedoch ein Währungsrisiko, welches bei der Anlage bei einer deutschen Bank oder einer im Euroraum ansässigen Bank in der Form nicht vorhanden ist.

© Ramona Heim – Fotolia.com

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