SEB-Bank

SEB BankDie SEB-Bank tritt zwar unter anderem auch in Deutschland als eine eigenständige Bank auf, ist aber dennoch eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der schwedischen Bank Skandinaviska Enskilda Banken (SEB), der größten Bank in Schweden. Die schwedische Großbank wurde bereits im Jahre 1856 gegründet, während die in Deutschland tätige Tochtergesellschaft deutlich später, nämlich im Jahre 1976, am Markt aufgetreten ist. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Deutschland in der Bankenmetropole Frankfurt (am Main) und ist unter der Bezeichnung SEB-Bank als eine Privatkundenbank tätig.

Die Struktur und die Vertriebswege der SEB-Bank

Bei der SEB-Bank handelt es sich von der Struktur und Organisation her um eine so genannte Filialbank. Das bedeutet, die Bank unterhält ein Geschäftsstellennetz und ist nicht nur über das Internet zu erreichen. In Deutschland gibt es derzeit (Stand 2010) 174 Filialen der Bank, in denen insgesamt ungefähr eine Millionen Kunden beraten und betreut werden. Trotzdem die SEB-Bank eine Filialbank ist, sind die Vertriebswege nicht auf die Geschäftsstellen der Bank beschränkt. Neben dem „Vor-Ort-Service“ bietet die SEB ihre Produkte auch über die eigene Webseite im Internet an und auch das Telefon-Banking zählt neben dem Online-Banking zu den möglichen Kommunikationswegen zwischen Bank und Kunden. Ein weiterer Vertriebsweg der SEB-Bank ist das System der so genannten mobilen Finanzberatung. Dieses System beinhaltet, dass ein Berater der Bank den Kunden nach dessen Wunsch auch zu Hause besucht. Diese Alternative ist für Kunden besonders hilfreich, die etwas weiter entfernt von der nächsten Filiale wohnen, was bei rund 170 Filialen in Deutschland durchaus häufiger vorkommen wird.

Das Geschäftsfeld der SEB-Bank und Tochtergesellschaften


Das Geschäftsfeld der SEB erstreckt sich in Deutschland im Grunde auf alle Bereiche, also auf den Bereich Privatkunden, gewerbliche Immobilienkunden und institutionelle Kunden (Firmenkunden). Ein Schwerpunkt der Bank liegt nach wie vor auf dem Bereich Immobilienfinanzierung, was unter anderem auch dadurch verdeutlicht wird, dass die SEB im Jahre 2005 in Deutschland erstmalig als eine Geschäftsbank die Erlaubnis erhielt, auch auf Hypotheken basierende Pfandbriefe auszugeben. Insofern wird die SEB-Bank auch von vielen Personen noch als Kreditbank bezeichnet, auch wenn die Bank ebenfalls im Bereich Zahlungsverkehr und Geldanlagen tätig ist. In der Sparte Zahlungsverkehr ist wichtig zu wissen, dass die SEB-Bank Mitglied im Cash-Pool ist. Das bedeutet, die Kunden der Bank können rund 2300 Geldautomaten der SEB und der „Partnerbanken“ bundesweit nutzen. Zu den Tochtergesellschaften der SEB zählen unter anderem die SEB Investment GmbH (Investmentgesellschaft), die SEB Financial Services GmbH und SEB Assekuranz GmbH.

Die von der SEB-Bank angebotenen Produkte

Die SEB-Bank bietet ihren Kunden inzwischen praktisch alle Finanzprodukte an, die man von einer modernen Bank auch erwarten kann. Das Angebot beginnt beim Girokonto mit verschiedenen Modellen und diversen Kunden- und Kreditkarten, reicht über die Sparte Geldanlage mit einem Tagesgeldkonto oder einem Festgeldkonto, und umfasst natürlich ebenfalls den Finanzierungsbereich. Im Bereich Sparen kann der Kunde zum Beispiel neben dem Tages- und Termingeld auch ein Wachstums-Sparen, ein Laufzeitkonto oder ein klassisches Sparbuch nutzen. Auch ein Fondssparen steht zur Verfügung. Im Kreditbereich bietet die SEB-Bank unter anderem einen Dispositionskredit, einen Ratenkredit, einen KfW-Studienkredit und natürlich auch Finanzierungsmöglichkeiten im Bereich Wohnen & Bauen, also Immobilienkredite, an.