Tagesgeldkonto

Zinsen und Rendite beim Tagesgeld

Während Sicherheit, Flexibilität und schnelle Verfügbarkeit eindeutig für die Tagesgeldanlage sprechen, muss man bezüglich der Zinsen Einschränkungen machen. Denn aufgrund der hohen Sicherheit und eben auch der schnelle Verfügbarkeit ist die Verzinsung beim Tagesgeld relativ gering, zumindest wenn man dieses Finanzprodukt mit einigen verzinslichen Anleihen, mit Aktien oder auch mit Investmentfonds vergleicht. Allerdings ist dieses keine speziell schlechte Eigenschaft des Tagesgeldes, sondern nahezu jede sehr sichere Anlageform beinhaltet eine vergleichsweise geringe Rendite. Jedoch hat der Anleger hier beim Tagesgeld noch den Vorteil, dass die Banken immer wieder Sonderaktionen haben, im Rahmen derer ein relativ attraktiver Zinssatz für Neukunden vergeben wird. Generell richtet sich die Höhe des Zinssatzes beim Tagesgeld nach zwei möglichen Kriterien, nämlich nach der Anlagesumme und danach, ob der Kontoinhaber ein Bestandskunde oder ein Neukunde ist. Da das Tagesgeldkonto keine Gebühren oder andere Kosten für den Kunden beinhaltet, ist die Verzinsung nahezu identisch mit der Rendite, was wiederum ein Vorteil gegenüber Produkte wie Fonds oder Aktien ist, bei denen stets auch Gebühren zu berücksichtigen sind.

Weitere Konditionen des Tagesgeldkontos

Neben den genannten Konditionen beinhaltet das Tagesgeld unter anderem auch, dass zwar wenige, aber dennoch einige Banken, eine Maximalanlagesumme vorgeben. Diese liegt dann beispielsweise 100.000 Euro. Mitunter wird zwar keine maximale Anlagesumme vorgegeben, jedoch sind die Zinsen ab einer bestimmten Summe bei manchen Banken dann so gering, dass der Anleger freiwillig auf die Anlage höherer Summen verzichtet. Eine Mindestanlagesumme gibt es hingegen bei keinem Anbieter im Tagesgeldbereich. Durchaus üblich sind beim Tagesgeld auch Staffelungen der Zinsen, im Rahmen derer zum Beispiel für eine Anlagesumme bis zu 20.000 Euro ein Zinssatz von 2,10 Prozent gezahlt wird, während der Anleger für beispielsweise 100.000 Euro nur einen Zinssatz von 1,20 Prozent bekommt. Wann die Kapitalisierung der Zinsen auf dem Tagesgeldkonto erfolgt ist auch von Bank zu Bank unterschiedlich. Manche Anbieter schreiben die Zinsen monatlich gut, was zu einem sehr guten Zinseszinseffekt führt, andere Banken wiederum führen nur einmal im Jahr eine Zinskapitalisierung durch. Im Bereich der Onlinenutzung des Tagesgeldkontos ist die Sicherheit inzwischen sehr große, was zum Beispiel dadurch gewährleistet wird, dass Verfügungen vom Tagesgeldkonto nur als Gutschrift auf ein festes Referenzkonto erfolgen können. Somit besteht also keine Chance durch Missbrauch, wie es im Bereich des Girokontos noch der Fall ist, eine Überweisung auf ein fremdes Konto „umzuleiten“.

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